Vor wenigen Wochen fragte mich doch tatsächlich meine Mutter, ob ich nicht mit zu einem Casting für eine TV-Serie kommen wolle. Eigentlich hatte ich keine Lust darauf. Da allerdings meine Auftragslage Projekt-bezogen eher dünn war und ich mal wieder raus wollte,  entschloss ich mich doch mitzukommen. So kam es, dass ich mich in der “Harzer Str. Nr 4″ ;) in Leipzig wiederfand.

Dort erfuhren wir, dass die Casting Agentur “wantet!” – mitteldeutscher Medienservice Leute für die TV Serie “In aller Freundschaft” sucht – Eine Serie die ich noch nie gesehen hatte – Nach einigem warten auf der Treppe fiel mir auf, dass fast ausschließlich 55-65 jährige in der langen Schlange im Treppenhaus standen. Und ich dachte mir schon – die nehmen mich, bei dieser Auswahl. Noch schnell ein Formular ausgefüllt, in dem ich neben persönlichen Dingen all meine Fähigkeiten, Outfits, Gitarren und Autos aufzählen sollte. Nach der Fotosession ging es wieder nach Hause.

Ein Wochenende später klingelte schon das Telefon. Erste Frage: “Haben Sie in 3 Tagen Zeit?”, zweite Frage “Haben Sie einen Smoking?” und dritte Frage “Können Sie Tanzen?” – Ich beantwortete sie mit “Ja”, “Nein” und “Nein”.

Dann meinte die Dame, dass dies nicht so schlimm wäre und ich meine besten Sachen zum Fitting am Montag mitbringen solle – nähere Infos via SMS. Außerdem bemerkte sie “Aber der Bart muss ab!”. In der SMS stand geschrieben, dass ich weitere Infos auch via eMail erhalten hätte und ich diese Email so schnell wie möglich bestätigen solle. Doch die Email ließ auf sich warten… Nach Rückruf der Telefonnummer erfuhr ich, dass ich noch gar nicht im Email Verteiler steh und diese auch gar nicht erhalten haben könne. Bei denen ging es etwas drunter und drüber… Nun erfuhr ich, dass ich zum Fitting ins Leipziger Medienzentrum musste, dass sich gleich gegenüber meiner Wohnung befindet – wie praktisch ist das?

In meinem Anzug – ich hatte mir für diesen Zweck extra noch neue Schuhe und eine Hose gekauft – ging ich zum Fitting – In diesen Kleidern mit Laptoptasche beladen fühlte mich wie ein Manager der Deutschen Bank auf dem Weg zur Hauptversammlung – Allerdings befanden sich in meiner Laptoptasche nur Wechselhemden…

Beim Fitting dann die Überraschung – meine Kleider passten denen nicht – Stattdessen wurde ich in einen leicht zu engen Anzug mit Fliege gepresst. Für 10 Euro, die es für das Fitting gab, war mir das dann doch relativ egal. Zwei Tage später war dann der Dreh…

Demnächst werde ich hier berichten wie es weiter ging…